Saint-Saëns, Klavierkonzert Nr. 2 g-Moll op. 22

Aus der Fairfield Hall, Croydon mit André Previn, London Symphony Orchestra, Artur Rubinstein

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Beschreibung

Ganze siebzehn Tage benötigte Camille Saint-Saëns im Frühjahr 1868, um sein zweites Klavierkonzert zu komponieren, mit dem er eine Bitte des großen russischen Pianisten Anton Rubinstein erfüllte, der sich dem Pariser Publikum in seiner neuen Rolle als Dirigent präsentieren wollte. Am 13. Mai 1868 wurde das Werk in der Pariser Salle Pleyel unter Rubinsteins Leitung und mit dem Komponisten am Flügel uraufgeführt. Der polnische Pianist Artur Rubinstein (1887-1982) wiederum bezeichnete das Werk als sein "Schlachtroß": "Nach Mozart war es das erste wirklich schwere Stück mit Orchester, das ich mit Liebe spielte, mit dem ich auch technisch irgendwie zurechtkam und so weiter. Es war schwer zu meistern. Und ich war stolz darauf, daß ich es recht gut spielte - mit viel Geschmack, verstehen Sie, und mit viel Elan. Es wurde mein Schlachtroß, denn es schien, daß alle Welt es mochte. Der Erfolg war fast immer garantiert, vorausgesetzt, daß ich nicht zu schlecht spielte. Ich konnte mich immer darauf verlassen. Und wissen Sie, es wurde mir tatsächlich ein enger, teurer Freund. Ich mag es sehr gern." (Ausschnitt aus einem Interview, das Robert MacNeil 1976 mit Artur Rubinstein in dessen Pariser Wohnung führte.) Auch im Alter von 88 Jahren schien Artur Rubinstein nichts von der Lebenslust verloren zu haben, mit der er sein Publikum bereits seit fast einem Dreivierteljahrhundert erfreut hatte. Der echte Rubinstein-Klang - voll und satt bei jedem angeschlagenen Ton - war schon seit dem ersten öffentlichen Auftreten des Virtuosen stets eines der hervorragendsten Merkmale seiner Kunst. Rubinsteins Interpretation des Konzertes von Saint-Saëns, begleitet vom London Symphony Orchestra unter André Previn, ist ein perfektes Beispiel für seine Idee eines "singenden Tons". Mit seinem abwechselnd vitalen und poetischen, extrovertierten und nachdenklichen, rhapsodischen und ausgewogenen Vortrag, der im April 1975 in der Fairfield Hall in Croydon aufgenommen wurde, zeigt sich Rubinstein von seiner warmherzigsten und lyrisch besten Seite. Übrigens: Mit dem Saint-Saëns-Konzert hat Rubinstein am 8. Januar 1906 sein New Yorker Debüt in der Carnegie Hall gegeben.

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