Strauß, Der Zigeunerbaron

Aus der Wiener Volksoper mit Alfred Eschwé, Kristiane Kaiser, Lucian Krasznec, Kurt Rydl, Marco Di Sapia

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Beschreibung

Operette in drei Akten Anschmiegsame Walzerklänge und feurige Csárdásmusik auf der einen Seite, Kriegsverherrlichung und Rassismus auf der anderen. „Der Zigeunerbaron“ hat es als Stück – vor allem in Hinblick auf die Komposition schmerzlich zu Unrecht – in der heutigen Welt des Theaters schwer. Regisseur Peter Lund belässt die facettenreiche Geschichte in der Zeit Kaiserin Maria Theresias und erzählt eine märchenhafte Historie von Mut, Freiheit und Esprit der sogenannten „Zigeuner“ im Kontext der österreichischen Sittenkommission, welche eines zeitgemäßen Humors und einer ausgebufften Figurenzeichnung nicht entbehrt. Die musikalische Leitung liegt in den Händen des Strauß-erprobten Alfred Eschwé. Lucian Krasznec kehrt als Sándor Bárinkay wieder an die Volksoper zurück und KS Kurt Rydl gibt als Kálmán Zsupán sein spätes Operettendebüt. Eine sumpfige Landschaft irgendwo im habsburgisch-verwalteten Banat rund um das Jahr 1740. Der Vielvölkerstaat vereint hier Großbauern und Lebenskünstler: im Gutshof den Schweinezüchter Zsupán, daneben eine Gruppe von Zigeunern unter dem Matriarchat der alten Czipra. Als der in der Fremde aufgewachsene Sándor Bárinkay in die Heimat seiner Vorfahren zurückkehrt, fordert er die ihm zustehenden Güter ein, erklärt sich jedoch gleichzeitig als williger Heiratskandidat: Ein willkommener Schwiegersohn für Zsupán. Doch ein Schlitzohr übertrumpft das noch größere und man kommt zu keiner Einigung. Die schöne und selbstbewusste Saffi wendet das Blatt, Bárinkay wird zum Baron der Zigeuner erklärt und die Liebe fügt alles zum Guten. Wäre da nicht der „lange Arm der Monarchie“, der mittels Graf Homonay im Banat Soldaten für einen bevorstehenden Krieg anwirbt …

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