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Rund ein Jahr vor seinem Tode schrieb Richard Strauss 1948 die Vier letzten Lieder für Sopran und Orchester. Drei Gedichte von Hermann Hesse (Frühling, September, Beim Schlafengehn) sowie Im Abendrot von Joseph von Eichendorff hatte er für dieses letzte große Bekenntnis zur Romantik ausgewählt - und ebenso vertonte er die durchgehend von Abschied erfüllte Lyrik: Nach den späten, beinahe klassizistischen Konzerten, nach den von herber Trauer erfüllten Metamorphosen bediente er sich noch einmal der üppigen und doch überaus sensiblen Farbenpalette, die er seit jungen Jahren so meisterhaft beherrschte. Vier letzte Lieder, gewissermaßen die Verklärung in der Nähe des Todes, wurden am 22. Mai 1950 von Kirsten Flagstad und Wilhelm Furtwängler in der Londoner Royal Albert Hall uraufgeführt - ein bewegender Nachruf auf den Komponisten, der acht Monate zuvor verstorben war.

Sir Georg Solti war lange Jahre der letzte große Vertreter der von Eleganz und Geschmack geprägten mitteleuropäischen Musiktradition. Soltis bemerkenswerte Zusammenarbeit mit dem Chicago Symphony Orchestra begann 1954, als er das Orchester zum ersten Mal bei den Festspielen von Ravinia, dem Sommersitz des Chicago Symphony, dirigierte. Nachdem er in den folgenden Jahren erneut mehrmals am Pult gestanden hatte, wurde er 1969 zum Chefdirigenten ernannt und bekleidete diesen Posten 22 Jahre lang mit großem Erfolg. Der weltweite Ruhm des Orchesters ist eng mit dem Namen des Dirigenten verknüpft. Diese Aufnahme mit dem großen, viel zu früh verstorbenen Sopran Lucia Popp entstand 1977 im Orchestra Hall zu Chicago.

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