Tschaikowsky, Der Nussknacker

Aus der Wiener Staatsoper mit Paul Connelly, Wiener Staatsballett, Liudmila Konovalova, Vladimir Shishov, Emilia Baranowicz

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Beschreibung

Rudolf Nurejew schuf seine Choreographie dieses Klassikers 1985 für das Ballett der Pariser Oper, dessen Direktor er damals war. Er bezog sich mehr auf E.T.A. Hoffmanns Erzählung "Nussknacker und Mäusekönig" als die Uraufführung 1892 in St. Petersburg. Das junge Mädchen Clara, das zu Weihnachten von der Verwandlung des geschenkten Nussknackers in einen Mann träumt, ist bei Nurejew fast die ganze Zeit auf der Bühne, entwickelt sich vom Kind zum Teenager und zur Frau. Nurejews Choreographie changiert gewandt zwischen Traum und Wirklichkeit, hat viel klassische Eleganz, aber auch humorvolle Seiten. Weihnachtsabend um 1900. - Freunde der Familie Stahlbaum werden begrüßt. Der Pate Drosselmeyer hat Geschenke mitgebracht und unterhält die Kinder. - Clara bekommt einen Nussknacker geschenkt. - Nach dem Fest schläft Clara erschöpft ein; es schlägt Mitternacht. - Ratten dringen in die Wohnung ein und bedrohen Clara. Der Nussknacker erwacht zum Leben. - Gemeinsam mit den Bleisoldaten besiegt er die Ratten und ihren König. - Wie durch Zauber verwandelt sich die Wohnung in eine Winterlandschaft. - Der Nussknacker nimmt die Gestalt eines Prinzen an und bittet Clara zum Tanz inmitten der Schneeflocken. - In Claras Traum verwandelt sich die Schneelandschaft wieder in den Salon. Fledermäuse greifen sie an. - Familie und Gäste erscheinen Clara als Tänzer aus fernen Ländern. - Clara wird geweckt; die Gäste machen sich auf den Heimweg. - Clara bleibt allein und ein wenig verwirrt zurück. Rudolf Nurejew wurde 1938 im Transsibirien-Express in der Nähe von Irkutsk geboren. Der Sohn tatarischer Eltern wuchs am Ural auf und beschloß unter dem prägenden Eindruck einer Ballettvorstellung, selbst Tänzer zu werden. Er besuchte zunächst die Volkstanzklasse seiner Schule und stieg im Alter von 17 Jahren allein in die Eisenbahn; sein Ziel war Leningrad. Dort stellte er sich am berühmten Kirow-Theater vor, wurde aufgenommen und zum besten Tänzer seiner Generation ausgebildet. Weltruhm erlangte Nurejew 1961, als er bei einem Gastspiel in Paris mit einem eleganten Sprung über die Absperrung seine Truppe verließ und im Westen blieb. Auftritte mit Margot Fonteyn machten die beiden Tänzer zu Superstars; man bezeichnete Nurejew und Fonteyn als das Traumpaar des klassischen Tanzes. "Gott des Lichts" nannte die amerikanische Tänzerin und Choreographin Martha Graham den verehrten Künstler, dessen unvergleichliche Leichtigkeit, Eleganz und Grazie zuweilen allen Gesetzen der Physik zuwiderzulaufen schienen. Nurejew, der pro Jahr 20 Auftritte in über 90 Rollen verzeichnete, hatte das Image eines Pop-Idols. Tanz war für ihn eine Droge; er stürzte sich zeitlebens in die Arbeit, betätigte sich auch als Choreograph und wurde 1983 Direktor des Balletts an der Pariser Oper, das unter seiner Leitung zu einer der besten Kompanien der Welt heranwuchs. Er trat als Filmstar auf und versuchte sich als Dirigent. Im Alter von 54 Jahren starb Nurejew 1993 im American Hospital in Paris an Aids.

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