Tschaikowsky, Schwanensee

Aus der Wiener Staatsoper mit John Lanchbery, Wiener Staatsballett, Rudolf Nurejew, Margot Fonteyn

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Beschreibung

Peter Tschaikowskys weltberühmtes Ballett "Schwanensee" in einer Traumbesetzung: Margot Fonteyn und Rudolf Nurejew tanzen die Hauptrollen in Nurejews eigener Choreographie. Die Aufzeichnung aus der Wiener Staatsoper dokumentiert das zur Legende gewordene Traumpaar des klassischen Balletts und die überragenden tänzerischen Leistungen. Sie überträgt Tschaikowskys Meisterwerk in all seiner sinnlichen Fülle und Eleganz auf den Bildschirm und gilt als Musterbeispiel gelungener Ballettverfilmung. Die Choreographie Nurejews hält sich an die klassische, traditionelle Handlung mit dem tragisch endenden Schluß: Prinz Siegfried verliebt sich in Prinzessin Odette, die vom Zauberer Rothbart in einen Schwan verwandelt worden ist. Er vergibt die Chance, die Geliebte zu retten, und muß in den Fluten sterben. "Augenblicke der Vollendung, Höhepunkte nicht nur der Choreographie, sondern vor allem auch ihrer Aufzeichnung im Film" (Frankfurter Allgemeine Zeitung). Rudolf Nurejew wurde 1938 im Transsibirien-Express in der Nähe von Irkutsk geboren. Der Sohn tatarischer Eltern wuchs am Ural auf und beschloß unter dem prägenden Eindruck einer Ballettvorstellung, selbst Tänzer zu werden. Er besuchte zunächst die Volkstanzklasse seiner Schule und stieg im Alter von 17 Jahren allein in die Eisenbahn; sein Ziel war Leningrad. Dort stellte er sich am berühmten Kirow-Theater vor, wurde aufgenommen und zum besten Tänzer seiner Generation ausgebildet. Weltruhm erlangte Nurejew 1961, als er bei einem Gastspiel in Paris mit einem eleganten Sprung über die Absperrung seine Truppe verließ und im Westen blieb. Auftritte mit Margot Fonteyn machten die beiden Tänzer zu Superstars; man bezeichnete Nurejew und Fonteyn als das Traumpaar des klassischen Tanzes. "Gott des Lichts" nannte die amerikanische Tänzerin und Choreographin Martha Graham den verehrten Künstler, dessen unvergleichliche Leichtigkeit, Eleganz und Grazie zuweilen allen Gesetzen der Physik zuwiderzulaufen schienen. Nurejew hatte das Image eines Popstars. Tanz war für ihn eine Droge; er stürzte sich zeitlebens in die Arbeit, betätigte sich auch als Choreograph und wurde 1983 Direktor des Balletts an der Pariser Oper, das unter seiner Leitung zu einer der besten Kompanien der Welt heranwuchs. Er trat als Filmstar auf und versuchte sich als Dirigent. Im Alter von 54 Jahren starb Nurejew 1993 im American Hospital in Paris an Aids. Margot Fonteyn (1919-1991) war eine der berühmtesten Tänzerinnen der Welt. Geboren wurde sie als Peggy Hookham in der südenglischen Provinz. Das eigenwillige Pummelchen sollte auf Wunsch der Eltern lediglich etwas Eleganz erwerben, als es im Alter von vier Jahren erstmals in Ballettschuhe schlüpfte. Doch rasch entwickelte sich Margot Fonteyn mit Hilfe hervorragender Lehrer zur grazilen Tänzerin, die auf dem Höhepunkt ihrer Karriere von der Kritik den Ritterschlag "Primaballerina des Jahrhunderts" erhielt. Fonteyns Tanz zeichnete sich durch außerordentliches technisches Können und tiefes Musikverständnis aus. Ihre berühmteste Rolle war die Aurora in "Die schlafende Schönheit". Eine besondere Bedeutung im Leben der Weltbürgerin kam der Zusammenarbeit mit dem englischen Choreographen Sir Frederick Ashton zu, der viele Rollen für sie schuf. Was wiederum dazu führte, daß sie 1954 zur Präsidentin der Königlichen Tanzakademie ernannt und drei Jahre später als erste Tänzerin in den Adelsstand erhoben wurde. Als Rudolf Nurejew 1961 die Sowjetunion verließ und zum Londoner Royal Ballet stieß, wurde Margot, damals schon 42 und damit 19 Jahre älter als er, seine Partnerin. Zusammen traten sie unter anderem in "Giselle", "Schwanensee", "Dornröschen" und "Marguerite and Armand" auf. Diese künstlerische Partnerschaft, geprägt durch Noblesse und dämonische Leidenschaft, beeinflußte das Ballett des 20. Jahrhunderts nachhaltig. In den frühen Siebzigern verabschiedete sich Margot Fonteyn von der großen Bühne. Sie zog nach Panama, wo sie ihren gelähmten Ehemann pflegte, der als Botschafter einem Attentat zum Opfer gefallen war. Das lateinamerikanische Land sollte ihre letzte Heimat werden. 1991 starb die unvergessene Ballerina an Krebs.

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