Tschaikowsky, Symphonie Nr. 4 f-Moll op. 36

Aus der Berliner Philharmonie mit Herbert von Karajan, Berliner Philharmoniker

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Beschreibung

Peter Tschaikowskys 4. Symphonie, am 10. Februar 1878 unter der Leitung von Nikolai Rubinstein in Moskau uraufgeführt, benötigte lange, um ihre heutige Popularität zu erlangen. Sie entstand zu einer Zeit, als der Komponist durch die tragische Erfahrung seiner nur wenige Wochen dauernden Ehe große seelische Qualen durchlitt. In einem Brief an seine Mäzenin Nadeschda von Meck erläutert Tschaikowsky das Programm der Symphonie. Ein dominierendes "Schicksalsthema" eröffnet das Werk und bestimmt drei der vier Sätze. Mit seiner schlanken Gestalt, dem typischen Haarschopf und dem durchdringenden Blick seiner blauen Augen beherrschte Herbert von Karajan (1908-1989) das Dirigentenpult. Wer ihn jemals live oder zumindest in einer seiner zahlreichen Videoaufnahmen dirigieren sah, konnte erleben, wie von Karajan die Musik zur Religion erhob und sie wie deren Hohepriester in einem fast mythischen Ritus zelebrierte. Herbert von Karajan verkörperte die klassische Musik im allgemeinen Bewußtsein als epochaler Dirigent, Medienstar, Opernproduzent, Gründer und Leiter von Festspielen. Trotz aller ehrgeizigen Projekte und vielfältigen Aktivitäten blieb Karajan der überragende Dirigent mit großem Verständnis für das Orchester- und Opernstandardrepertoire von Mozart bis Schönberg, in dem sich niemand mit ihm messen konnte. Während sich einerseits seine außergewöhnliche Begabung nicht bezweifeln läßt, traf ihn andererseits oft der Vorwurf der Selbststilisierung und kommerziellen Vermarktung seiner Person. Diese Aufnahme entstand 1973 in der Berliner Philharmonie.

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