Verdi, Ernani

Aus dem Teatro Regio di Parma mit Antonello Allemandi, Marco Berti, Carlo Guelfi, Giacomo Prestia, Susan Neves

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Beschreibung

Mit ihren effektvollen Szenen regten die Stücke des französischen Dramatikers Victor Hugo (1802-1885) viele Komponisten zur Vertonung an; er zählt zu den größten und berühmtesten Autoren Frankreichs. Heute sind Hugos Bühnenwerke außerhalb Frankreichs vor allem durch Opern wie "Lucrezia Borgia", "Rigoletto" (nach Hugos "Le Roi s'amuse"), "La Gioconda" (nach "Angelo, tyran de Padoue") oder - als Film und Musical - "Der Glöckner von Notre-Dame" und "Les Misérables" lebendig. Sieben Jahre vor "Rigoletto" vertonte Giuseppe Verdi Hugos Schauspiel "Hernani", eine Abenteuergeschichte um Liebe, Rache, Tod und Verkleidung. "Ernani", im März 1844 uraufgeführt, war Verdis erste Oper für das Teatro La Fenice in Venedig; es folgten hier "Attila" (1846), "Rigoletto" (1851), "La Traviata" (1853) und "Simon Boccanegra" (1. Fassung, 1857). Die Oper spielt im Jahre 1519 in Spanien und in Aachen I. Akt - Der Bandit: Don Juan von Aragon hat durch König Carlos von Spanien (Karl V.) seinen Vater, seine Besitztümer und seinen Titel verloren. Unter dem Namen Ernani lebt er geächtet als Bandit in den Bergen. Zwei Ziele treiben ihn: Er will sich beim König rächen und seine Geliebte Elvira für sich gewinnen. Elvira lebt bei Ruy Gomez de Silva, der sie heiraten will. Die Banditen beschließen, Elvira zu entführen. Während Elvira sehnsüchtig auf Ernanis Hilfe wartet, dringt König Carlos in ihr Zimmer ein und bittet sie, seine Gattin zu werden. Elvira weigert sich und gibt zu verstehen, daß sie Ernani liebt, worauf der Herrscher in Eifersucht verfällt. Durch eine Geheimtür betritt Ernani den Raum und beschuldigt Carlos, den Tod seines Vaters auf dem Gewissen zu haben. Der Wortwechsel droht in einen Zweikampf auszuarten. Da erscheint Ruy Gomez de Silva. Er ist überrascht, zwei junge Männer bei seiner Braut vorzufinden, und fordert Genugtuung. Don Carlos erklärt, er sei wegen der bevorstehenden Kaiserwahl in Aachen unterwegs, und bittet de Silva um Gastfreundschaft. Damit Ernani nicht die Wahrheit verrät, erklärt der König ihn zu seinem Gefolgsmann und schickt ihn mit einer Botschaft fort. Ernani reitet davon, immer noch von Gedanken an Rache erfüllt. II. Akt - Der Gast: Ein von Ernani geplanter Aufstand ist fehlgeschlagen; Ernani wird vermißt und gilt als gefallen. Daher ist Elvira bereit, de Silva zu heiraten. Unter den Hochzeitsgästen ist Ernani, als Pilger verkleidet. Er gibt sich zu erkennen und bietet seinen Kopf als Hochzeitsgeschenk, weil er von den Soldaten des Königs verfolgt wird. De Silva verspricht, ihn vor seinen Feinden zu schützen. Elvira gesteht Ernani, daß sie beschlossen hat, sich am Altar vor de Silva zu töten. Als de Silva das Liebespaar in zärtlicher Umarmung vorfindet, fordert er Ernani zum Duell. Da wird die Ankunft des Königs gemeldet. Weil de Silva seinen Gast nicht verraten kann, läßt er ihn verstecken und verweigert dem König mit Hinweis auf das Gastrecht die Auslieferung. Als Don Carlos unnachgiebig bleibt, bietet Elvira sich als Geisel an und verläßt mit dem König das Schloß. De Silva möchte nun mit Ernani den Zweikampf austragen, doch Ernani erzählt ihm, daß Don Carlos Elvira liebt und sie deshalb mit sich genommen hat. De Silva will Ernani töten und dann den König verfolgen, doch Ernani verspricht, de Silva zu helfen, um Elvira zurückzugewinnen. De Silva verlangt ein Pfand. Ernani überreicht ihm sein Jagdhorn und schwört, sich zu töten, wenn er höre, daß de Silva in das Horn blase. Alle brechen auf, um den König zu verfolgen. III. Akt - Die Gnade: Carlos hat sich in die Kaisergruft zu Aachen zurückgezogen und meditiert vor dem Grabmal Karls des Großen, dem er nachzufolgen hofft. Doch die Gruft ist auch geheimer Treffpunkt der Verschwörer. Ernani wird durch das Los zum Mörder des Königs bestimmt, während die Kurfürsten des Heiligen Römischen Reiches über die Wahl des neuen Kaisers beraten. Als die Nachricht eintrifft, Don Carlos sei zum Kaiser bestimmt, gibt Ernani sich als Don Juan von Aragon zu erkennen. Der Kaiser will alle Verräter festnehmen und hinrichten lassen, doch Elvira bittet erfolgreich um das Leben ihres Geliebten: Alle Verschwörer werden begnadigt, und der Kaiser führt sogar Elvira mit dem rehabilitierten Ernani zusammen. De Silva schwört Rache. IV. Akt - Die Maske: Die Hochzeit von Ernani und Elvira wird gefeiert. Durch die Festgesellschaft schleicht eine dunkle Gestalt mit schwarzer Maske. Als Ernani und Elvira allein auf der Terrasse stehen, ertönt der verhängnisvolle Hornruf. De Silva erinnert Ernani an seinen Eid. Diesmal bittet Elvira vergebens um Gnade. Ernani tötet sich, wie er es de Silva gegenüber geschworen hat.

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