Verdi, Il Trovatore

Von den Salzburger Festspielen mit Daniele Gatti, Anna Netrebko, Plácido Domingo, Marie-Nicole Lemieux, Francesco Meli

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Beschreibung

Mit dem Erfolg seiner Oper "Rigoletto" begann 1851 für Giuseppe Verdi ein neuer Abschnitt in seiner Laufbahn: Nun mußte er nicht mehr unter Zeitdruck mit jedem Bühnenwerk um Anerkennung und Erfolg kämpfen; er war etabliert genug, um langsamer arbeiten zu können. "Il Trovatore" war sein erstes Projekt eigener Wahl ohne den Auftrag eines Theaters. Als Vorlage diente das spanische Theaterstück "El Trovador" von Antonio García Gutiérrez (1812-84). Als "Il Trovatore" im Januar 1853 in Rom mit großem Beifall uraufgeführt wurde, arbeitete Verdi bereits an seinem nächsten Welterfolg: "La Traviata". Zwei Männer, die nicht wissen, dass sie Brüder sind, liefern sich erbitterte Kämpfe, sowohl auf dem Schlachtfeld als auch in der Liebe zu ein und derselben Frau. Der eine, Graf Luna, glaubt sich aufgrund seines adeligen Standes berechtigt, die Liebe der Gräfin Leonora für sich beanspruchen zu können; der andere, der Troubadour Manrico, wurde durch eine Reihe widriger Umstände von der Zigeunerin Azucena an Sohnes statt großgezogen und ist Leonora in wahrer Liebe verbunden. Das Schicksal nimmt seinen Lauf... Verdi bezeichnete den Stoff als "herrlich, fantastisch und mit gewaltigen Situationen". Bei der Uraufführung 1853 in Rom fand die Oper großen Beifall. Dieser zweite Teil von Verdis "Trilogia popolare" (Rigoletto - Il Trovatore - La Traviata) nimmt bis heute im Gesamtschaffen des Komponisten einen hervorragenden Platz ein. Das Werk kann als historisches Drama zur Zeit der Kämpfe um die Krone von Aragón im frühen 15. Jahrhundert aufgefaßt werden, doch es handelt auch von einer Krise der religiösen, sozialen und politischen Autorität, die sich im 19. Jahrhundert auftat.

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