Verdi, La battaglia di Legnano

Aus dem Teatro Verdi, Triest mit Boris Brott, Enrico Giuseppe Iori, Leonardo López Linares, Dimitra Theodossiou, Andrew Richards

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Beschreibung

1848 ist das Jahr der Unruhen, Erhebungen und Revolutionen in vielen europäischen Ländern. Verdi hat in Frankreich seine Oper "Il Corsaro" beendet und ist nach Mailand zurückgekehrt. Hier, ebenso in Parma und Modena, werden die herrschenden Österreicher aus der Stadt vertrieben; Venedig ruft sich sogar zur unabhängigen Republik aus. Ziel ist nun die nationale Selbstbestimmung und Einheit Italiens. Verdi ist glühender Anhänger der vaterländischen Idee und sucht nach einem geeigneten Stoff für eine patriotische Oper, die das Thema "Risorgimento", die nationale Einigung Italiens, behandelt und das Publikum von der Notwendigkeit dieser Bewegung überzeugt. Mit seinem Librettisten Salvadore Cammarano bearbeitet Verdi das Theaterstück "La battaille de Toulouse" von Joseph Méry und verlegt die Handlung aus Frankreich nach Italien: Hintergrund ist nun der Krieg der Lombardischen Liga, eines norditalienischen Städtebunds im Mittelalter, gegen Kaiser Friedrich Barbarossa, der mit dem Sieg des Bundes in der Schlacht von Legnano 1176 endete. Die vier Akte der Oper tragen Titel, die auf Handlung bezug nehmen: 1 "Er lebt!". Rolando, der Befehlshaber der Mailänder Truppen, trifft seinen Freund Arrigo wieder. Arrigo war in Gefangenschaft geraten und galt als tot, doch nun führt er die Soldaten aus Verona in die Schlacht gegen Barbarossa. Alle Kämpfer schwören, ihr Leben für das Vaterland zu geben. Rolandos Ehefrau Lida ist vom Krieg nicht begeistert, denn er hat ihr den Verlobten Arrigo geraubt; sie heiratete an dessen Stelle Rolando. Rolando bringt Arrigo mit nach Hause und muß dann in die Schlacht eilen. Arrigo wirft Lida Verrat vor, da sie nicht auf ihn gewartet habe. Lida versucht vergeblich, sich zu rechtfertigen; Arrigo will den Tod in der Schlacht finden. 2 "Barbarossa". Rolando und Arrigo treten in Como als Gesandte Mailands auf, um die Stadt, die sich im Bündnis mit Friedrich Barbarossa befindet, zum Kampf gegen den Kaiser zu bewegen. Doch Barbarossas Heer naht, und der Kaiser erscheint persönlich. 3 "Die Schmach". Arrigo schließt sich den Todesrittern an, die für die Freiheit Italiens bis zum Tod kämpfen wollen. Rolando nimmt Abschied von Lida, um in den Krieg zu ziehen. Er bittet Arrigo, seine Frau und sein Kind zu beschützen. Lida gesteht Arrigo ihre Liebe und nimmt dann Abschied, um sich um ihre Familie zu kümmern. Rolando verdächtigt Lida der Untreue und kehrt unerwartet zurück. Er schließt Lida und Arrigo im Turm ein. Arrigo erträgt die Schmach, nicht in den Kampf ziehen zu können, nicht und stürzt sich vom Turm. 4 "Für sein Vaterland sterben". Arrigo hat den Sprung überlebt und Barbarossa verwundet. Die kaiserlichen Truppen sind besiegt. Doch nun ist Arrigo tödlich getroffen. In einer letzten Aussprache versichert er Rolando, daß Lida ihm immer treu gewesen ist. Dann stirbt er während der Siegesfeier. Wegen der Zensur konnte die Realität von 1848 nicht auf die Bühne gebracht werden, doch das Publikum der Uraufführung am 27. Januar 1849 in Rom verstand die Andeutungen auf aktuelle Zustände und feierte Verdi begeistert als Befreier der Nation.

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