Verdi, La Traviata - 1.6., 19:30 Uhr

Live aus der Wiener Staatsoper mit Marco Armiliato, Irina Lungu, Pavol Breslik, Plácido Domingo

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Beschreibung

Oper in drei Akten Wiederholungen: 2.6. 11:00 & 19:00 Uhr 3.6. 11:00 & 19:00 Uhr 4.6. 11:00 & 19:00 Uhr ZUR VORSTELLUNG „La traviata“ zählt nicht nur zu den populärsten Werken Giuseppe Verdis, sondern zu jenen der gesamten Opernliteratur. Die Geschichte rund um die an Schwindsucht erkrankte Kurtisane Violetta Valéry, die sich aus fremdem sozialen Dünkel heraus von der Liebe ihres Lebens, Alfredo, trennen muss, basiert auf der „Kameliendame“ von Alexandre Dumas (Sohn). Dieser hatte eine kurzzeitige Affäre mit der Kurtisane Marie Duplessis, die er in einem Roman (und einem Schauspiel) verarbeitete. Verdi und sein Librettist Francesco Maria Piave schrieben die Oper in kürzester Zeit für das Teatro La Fenice in Venedig; der Erfolg stellte sich jedoch bei der Uraufführung im Jahr 1853 nicht ein. Erst ein Jahr später wurde die leicht überarbeitet „La traviata“ zum durchschlagenden Triumph. Im Haus am Ring war „La traviata“ erstmals im Jahr 1876 zu erleben. Bis zur Premiere der aktuellen Produktion im Jahr 2011 fanden rund 750 „Traviata“-Aufführungen der Wiener Hof- bzw. Staatsoper statt. Die aktuelle Neuproduktion – eine Koproduktion mit dem Festival in Aixen-Provence – wurde von Bertrand de Billy musikalisch gleitet, der sich der genauen Lesung der Intentionen Verdis und einer Abkehr von falschen Traditionen und Aufführungsgewohnheiten verschrieben hat. „La traviata“ ist Bertrand de Billys vierte Neuproduktion im Haus am Ring. Für die Inszenierung dieser Premiere zeichnete der französische Schauspiel- und Opernregisseur Jean-Francois Sivadier verantwortlich, der mit dieser „La traviata“ sein Hausdebut an der Wiener Staatsoper gab. Für ihn muss sich im Musiktheater grundsätzlich jeder schauspielerische Aspekt, jedes Inszenierungskonzept ausschließlich aus der Musik ableiten lassen. Zugleich versuchte er auch diesmal, wie in allen seinen Arbeiten, eine neue Erzählweise zu finden, die aber die durch die Musik hervorgerufenen Eindrücke der Besucherinnen und Besucher respektiert. In diesem Fall ging er von Sängerpersönlichkeiten und nicht von der Idee einer Bühnenfigur aus und zeigt daher in dieser „Traviata“-Produktion Theater im Theater: Man erlebt Sängerinnen und Sänger in einer nicht näher definierten Epoche in einem beliebigen Opernhaus, die sich anschicken, Verdis „La traviata“ aufzuführen. INHALTSANGABE DER OPER 1. Bild Violetta Valéry, strahlender Mittelpunkt der Pariser Demimonde, gibt – nach einer Krankheit scheinbar wiedergenesen – in ihrem Haus ein Fest, bei dem sich viele Herren der guten Gesellschaft einfinden. Einer aus der Schar ihrer Verehrer, Gaston, führt seinen Freund Alfredo Germont, auf den die umworbene Frau tiefen Eindruck gemacht hat, in deren Salon ein. Ihr zu Ehren preist Alfredo in einem Trinklied die Liebe. Violetta bekennt sich zum unbeschwerten Lebensgenuss. Als sie die Gesellschaft zum Tanz auffordert, erleidet sie jedoch einen plötzlichen Schwächeanfall. Alfredo gesteht ihr nun seine Liebe. Violetta, die an echte Gefühle nicht zu glauben wagt, ist seinen Worten tiefbewegt. Sie warnt ihn zwar zunächst, nur Freundschaft, nicht Liebe gewähren zu können, reicht ihm aber dann doch eine Kamelienblüte und deutet damit an: Wenn diese verblüht sei, dürfe er wiederkommen. Die Gesellschaft kehrt vom Tanz zurück und verabschiedet sich. Violetta bleibt allein und überdenkt ihr bisheriges Leben. Soll sie es ändern? lhre Gefühle schwanken: Innerlich bekämpft sie noch ihre wachsende Leidenschaft zu Alfredo, dessen Liebesgeständnis sie wie in Trance vernimmt. 2. Bild Seit drei Monaten leben Violetta und Alfredo, ganz von ihrer Liebe erfüllt, in einem Landhaus. Durch die aus Paris zurückgekehrte Dienerin Annina erfährt Alfredo, dass Violetta gezwungen war, ihre Habe zu verkaufen, um mit dem Erlös den gemeinsamen Haushalt zu bestreiten. Alfredo will nach Paris, um seinerseits die notwendigen Mittel bereitzustellen. Violetta erhält einen Brief ihrer Freundin Flora, die sie zu einem Ball einlädt. Da wird ein fremder Herr gemeldet. Es ist Alfredos Vater Giorgio, der Violetta bezichtigt, seinen Sohn verführt zu haben. Dem Vater entdeckt sie, dass sie alles, was sie besaß, bereits geopfert habe; ihre Vergangenheit habe sie ausgelöscht durch ihre Liebe zu Alfredo. Dessen Vater jedoch, befangen in gesellschaftlichen Konventionen, fordert ein größeres Opfer: Das Lebensglück seiner Tochter, der Schwester Alfredos, stehe auf dem Spiel, deren Bräutigam trete vor dem Verlöbnis zurück, wenn Alfredo nicht die Bindung zu Violetta löse und dadurch den guten Ruf der Familie rette. Schmerzlich getroffen, lässt sich Violetta zum Verzicht auf den Geliebten bestimmen. In einem Brief an Alfredo deutet sie ihre Untreue an, um ihm so die Trennung zu erleichtern. Alfredo trifft diese Nachricht wie ein Blitz. Dem Vater gelingt es nicht, den Sohn zur Rückkehr in die Heimat zu bestimmen. Alfredo findet die Einladung Floras.Das mehrt noch seine Eifersucht. Auf Floras Fest will er sich für die vermeintliche Schmach rächen. 3. Bild Ein spanisches Maskenfest im Hause Floras. Die Gäste sind entsprechend kostümiert. Eine spanische Truppe zeigt ihre Künste. Während der Festlichkeit erscheint Alfredo. Violetta betritt am Arm des Barons Douphol den Saal. Alfredo, heim Kartenspiel mehr und mehr gewinnend, reizt den verhassten Nebenbuhler zum Glücksspiel. Violetta warnt Alfredo vor dem Baron, da sie ein Duell befürchtet. Um ihr dem Vater Alfredos gegebenes Wort nicht zu brechen, erklärt sie, aus Liebe zum Baron Alfredo verlassen zu haben. In seiner Verblendung schleudert dieser im Beisein aller sein gewonnenes Geld der Geliebten als „Bezahlung“ vor die Füße. Erschüttert sieht sein Vater, der diese Beleidigung ungeschehen machen möchte und Alfredo wegzuführen versucht, welches Unrecht die Geschmähte erdulden muss, die ihre wahre Liebe nicht offenbaren darf. 4. Bild Violetta, deren finanzielle Mittel aufgebraucht sind, siecht dahin, körperlich und seelisch gebrochen. Der Doktor sieht keine Rettung mehr: Das Lungenleiden Violettas ist unheilbar. Ein Brief von Alfredlos Vater, der mittlerweile menschlich gereift ist und seine Fehler erkannt hat, gibt ihr Gewissheit, dass der Geliebte nun weiß, welch großes Opfer sie ihm dargebracht hat. Da flackert ihr Lebensmut noch einmal auf. Sie selbst glaubt wieder an ihre Genesung, als Alfredo sie in seine Arme schließt. Das aber ist nur ein glücklicher Augenblick. Denn sie spürt, dass der Tod unabwendbar ist. Auch Alfredos Vater, der Violetta als seine Tochter aufnehmen will, kommt zu spät...
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