Verdi, Luisa Miller

Aus dem Teatro Regio di Parma mit Donato Renzetti, Fiorenza Cedolins, Marcelo Álvarez, Giorgio Surian, Leo Nucci

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Beschreibung

Luisa Miller hat sich in einen jungen Jäger verliebt. Sie weiß nicht, daß es sich um Rodolfo handelt, den Sohn des Gutsherrn Graf von Walter. Wurm, der Schloßverwalter des Grafen, erhebt Anspruch auf die Hand Luisas und informiert seinen Herrn vom Verhältnis Rodolfos mit einem Dorfmädchen. Graf von Walter wünscht jedoch, daß sein Sohn die reiche Witwe Federica von Ostheim heiratet. Ein Karussell der Intrigen wird in Gang gesetzt, an deren Ausgang Luisas Vater Miller und Graf von Walter fassungslos neben den Leichen ihrer Kinder stehen werden... In den 1840er Jahren beschäftigte Verdi sich mit drei Dramen Schillers als Vorlage für eine Oper: "Giovanna d'Arco" (nach "Die Jungfrau von Orleans"), "I Masnadieri" (nach "Die Räuber") und "Luisa Miller" (nach "Kabale und Liebe"); rund zwanzig Jahre später folgte mit "Don Carlos" der krönende Abschluß der Schiller-Vertonungen Verdis. Das Drama "Kabale und Liebe" sollte nicht wörtlich umgesetzt werden, sondern Situationen, Leidenschaften und Affekte für eine Musik liefern, die Verdi den Sängern "auf den Leib" schrieb. Veränderungen waren auch durch die Zensur bedingt, und so konzentrierten Verdi und sein Librettist Salvadore Cammarano die Handlung auf den Konflikt des Liebespaares und verlegten den Schauplatz aus dem städtischen Milieu der Gegenwart um anderthalb Jahrhunderte zurück ins Tiroler Land. Die große Entwicklung, die Giuseppe Verdi im Verlauf seiner über 50 Jahre umfassenden Karriere als Opernkomponist durchgemacht hat, läßt sich anhand von "Luisa Miller" eindrucksvoll verfolgen: etwa in der vielfältigen Instrumentierung, der weniger schematischen Anlage der Partitur und der markanten Zeichnung der Personen deutet vieles voraus auf spätere Opern wie "Ein Maskenball", verleugnet dabei aber nicht den Schöpfer der zurückliegenden eindrucksvollen Szenenbilder von "Nabucco" oder "Attila". Besonders bemerkenswert ist in musikalischer Hinsicht die Entwicklung der Titelheldin von der arglos wirkenden Koloraturtechnik des Anfangs zur ergreifenden Darstellung des erlittenen Schmerzes am Schluß der Oper. Die Musik der "Luisa Miller" gehört zum Schönsten, das Verdi je für die Opernbühne geschrieben hat, und beeindruckt durch ihren Reichtum an Wohlklang in Arien, Ensembles oder Chorszenen.

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