Verdi, Messa da Requiem

Aus dem Teatro Farnese di Parma mit Yuri Temirkanov, Orchester des Teatro Regio di Parma, Dimitra Theodossiou, Sonia Ganassi, Francesco Meli

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Beschreibung

Giuseppe Verdis Requiem zählt neben Ludwig van Beethovens Missa solemnis und Johannes Brahms' Deutschem Requiem zu den großen Meisterwerken geistlicher Musik des 19. Jahrhunderts. Das Stück wurde zum Gedenken des berühmten italienischen Dichters Alessandro Manzoni an dessen erstem Todestag am 22. Mai 1874 in der Kirche San Marco in Mailand uraufgeführt. Manzoni war eine der Leitfiguren des Risorgimento und in Italien hochgeschätzt; sein bis heute gebliebener Ruhm geht vor allem auf den Roman "I promessi sposi" (Die Verlobten, 1827) zurück. Verdis Komposition beeindruckt durch ihre große Dramatik und Emotion - von der stillen Ehrfurcht des "Requiem aeternam" bis zum furiosen "Dies irae", von der überwältigenden Kraft des "Tuba mirum" bis zum schluchzenden Schmerz des "Lacrimosa". Verdi legte Wert darauf, daß es "nicht wie eine Oper gesungen werden" dürfe. Ihm gelang ein großes geistliches Werk von überwältigender Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit, obwohl er selbst kein gläubiger Katholik war. Verdi selbst leitete die Uraufführung mit über 200 Musikern und ließ sich vom riesigen Erfolg dazu bewegen, das Werk drei Tage später in der Scala zu dirigieren und es anschließend durch ganz Europa zu begleiten. "Mir scheint", kommentierte er zufrieden und leicht ironisch das positive Echo auf sein sakrales Konzertstück, "ich bin nun eine ernstzunehmende Persönlichkeit geworden und nicht mehr der Bajazzo, der auf die große Pauke haut..." Diese Aufnahme entstand im Teatro Farnese di Parma, das 1618 eröffnet wurde.

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