Verdi, Nabucco

Aus dem Teatro Regio di Parma mit Michele Mariotti, Leo Nucci, Dimitra Theodossiou, Anna Maria Chiuri, Riccardo Zanellato

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Beschreibung

"So will Verdi gespielt werden: mit großer Geste und Wucht in den oratorienhaften Massenszenen, doch dann auch mit der belebten lyrischen Zartheit, ohne die Verdis Musik pures Technicolor bleiben würde" (FAZ). Weltberühmt wurde Giuseppe Verdis Frühwerk Nabucco (1842) durch den Gefangenenchor "Va pensiero sull'ali dorate", der mit seiner eingängigen Melodie die Zuschauer stets aufs neue bewegt. Die Geschichte von Verfolgung und Befreiung der Hebräer durch den babylonischen König Nabucco war Verdis erster großer Erfolg als Opernkomponist. Sicherlich spielte dabei auch eine Rolle, daß die biblische Handlung als Symbol für die Freiheitsbestrebungen Italiens gegen die österreichische und französische Fremdherrschaft aufgefaßt wurde. Kein anderer Komponist hat eine so große künstlerische Entwicklung durchgemacht wie Giuseppe Verdi. An der immensen Schaffensbreite von "Oberto" bis "Falstaff" läßt sich die Operngeschichte des 19. Jahrhunderts exemplarisch verfolgen. Der Name Verdi wurde zum Synonym für italienische Oper. Er konnte in der Melodie alle menschlichen Gefühle darstellen, lockerte den starren Wechsel zwischen Szene und Arie, setzte die Singstimme wirkungsvoll ein und hatte ein Gespür für packende Dramatik. Sein Werk fasziniert die Touristen in der Arena von Verona ebenso wie die modernen Musiktheater-Regisseure, deren Aktualisierungen beweisen, wieviel Interpretationsarbeit ein gutes Kunstwerk verträgt. Der Musiker Verdi setzte neue Maßstäbe in der Oper, der Politiker Verdi engagierte sich für die Einheit und Unabhängigkeit seines Heimatlands; der Gefangenenchor aus "Nabucco" gilt als heimliche italienische Nationalhymne. Der Finanzier Verdi wußte aus seinem Talent Kapital zu schlagen, der Mäzen Verdi gründete in Mailand das berühmte Altersheim für Musiker. Und doch blieb er, wie er selbst sagte, ein Bauer, der sich auf seinem Landgut am wohlsten fühlte. Kein Wunder, daß eine Zeit lang fast kein Komponist an Verdi vorbeikam, wenn er sich auf das Gebiet der Oper wagte. "Verdisierung der Jungen" nannte Eduard Hanslick spöttisch diese Erscheinung, die erst mit Puccini, dem Verismo und der Wagner-Nachfolge ihr Ende fand. I. AKT. In Jerusalem. Nabucco, König von Babylon, belagert Jerusalem. Im Tempel beten die Hebräer um Hilfe aus der Not. Ihr Hohepriester Zaccaria verkündet Rettung: Er hat Nabuccos Tochter Fenena als Geisel genommen. Fenena hatte ihren Geliebten Ismaele, den Neffen des Königs von Jerusalem, aus babylonischer Gefangenschaft befreit und war mit ihm nach Israel geflohen. Abigaille, die sich als Nabuccos erstgeborene Tochter ausgibt, dringt mit Kriegern in den Tempel ein. Auch sie liebt Ismaele und bietet ihm die Rettung des jüdischen Volkes an, falls er ihre Liebe erwidere. Doch Ismaele weist Abigaille zurück. Als Nabucco in den Tempel kommt, droht Zaccaria die Ermordung Fenenas an, doch Ismaele tritt dazwischen und übergibt sie ihrem Vater. Die Hebräer werden von Nabucco in Gefangenschaft geschickt und schmähen Ismaele als Verräter. II. AKT. In Babylon. Abigaille erfährt, daß sie nicht Nabuccos Tochter, sondern nur das Kind einer Sklavin ist. Somit steht der Thron Fenena zu. Abigaille verbündet sich mit dem Oberpriester des Baal, der eine günstige Gelegenheit zum Sturz Nabuccos sieht. Zaccaria betritt heimlich den Palast und drängt die Hebräer, Ismaele zu verzeihen, da Fenena ihm zuliebe den jüdischen Glauben angenommen hat. Der Oberpriester des Baal verbreitet das Gerücht, Nabucco sei tot, und will Abigaille die Krone übergeben. Da tritt Nabucco auf, nimmt die Krone wieder an sich und verlangt, als Gott verehrt zu werden. Ein Blitz vom Himmel straft diese Anmaßung, und Nabucco verfällt dem Wahnsinn. Abigaille setzt sich triumphierend die Krone auf und ordnet Fenenas Gefangennahme an. III. AKT. In Babylon. Abigaille läßt sich als Herrscherin verehren. Sie stimmt der Forderung des Oberpriesters zu, die Hebräer zu vernichten, und gewinnt auch Nabucco für diesen Plan. Gegen die Ermordung Fenenas lehnt Nabucco sich jedoch auf und zeigt Abigaille das Dokument, das ihre niedere Herkunft beweist. Doch Abigaille vernichtet das Schriftstück und nimmt Nabucco fest. - Die gefangenen Hebräer denken an die verlorene Heimat. Zaccaria verheißt ihnen Rettung. IV. AKT. In Babylon. Nabucco hört, wie Fenena und die Hebräer zur Hinrichtung gebracht werden. Er betet zu Jehova, dem Gott der Hebräer. Daraufhin klären sich seine Sinne, und die Babylonier erkennen ihn wieder als ihren wahren Herrscher an. - Zaccaria spricht Fenena und den Hebräern Trost in ihrer letzten Stunde zu. Da erscheint Nabucco mit seinen Kriegern, befreit die Gefangenen und bekennt sich zu Jehova. Das Götzenbild des Baal stürzt ein und begräbt Abigaille unter sich. Alle preisen die Herrlichkeit Jehovas.

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