Verdi, Rigoletto

Aus dem Teatro Regio di Parma mit Massimo Zanetti, Francesco Demuro, Leo Nucci, Nino Machaidze, Marco Spotti

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Beschreibung

Mit ihren effektvollen Szenen regten die Stücke des französischen Dramatikers Victor Hugo (1802-1885) viele Komponisten zur Vertonung an; heute sind Hugos Bühnenwerke außerhalb Frankreichs vor allem durch Opern wie "Rigoletto", "Lucrezia Borgia", "La Gioconda" oder "Der Glöckner von Notre-Dame" und "Les Misérables" als Film und Musical lebendig. Sieben Jahre vor "Rigoletto" (nach Hugos "Le Roi s'amuse") vertonte Giuseppe Verdi bereits Hugos Schauspiel "Hernani", eine Abenteuergeschichte um Liebe, Rache, Tod und Verkleidung. "Ernani", im März 1844 uraufgeführt, war Verdis erste Oper für das Teatro La Fenice in Venedig; es folgten hier "Attila" (1846), "Rigoletto" (1851), "La Traviata" (1853) und "Simon Boccanegra" (1. Fassung, 1857). Der mißgestaltete Hofnarr Rigoletto weiß seinen lasterhaften Herrn, den Herzog von Mantua, zu immer neuen amourösen Abenteuern anzustacheln. Keine Schönheit, die vor seinen Nachstellungen sicher wäre, und nicht einmal die Damen des Hofes sind für den adligen Lüstling tabu. Rigoletto steigert die Bosheit noch, indem er mit seinen Sticheleien die Familien verspottet, deren Töchter verführt wurden. Die Verachtung, die ihm allenthalben zuteil wird, scheint Rigoletto nichts auszumachen. Besorgt wird er erst, als ihn der Vater eines Opfers ob seiner Bosheit verflucht - denn auch der Narr hat eine Tochter: die hübsche Gilda. Das Schicksal nimmt seinen Lauf, und Rigoletto wird schließlich das Opfer seiner eigenen Intrigen, als er dem Herzog unwissentlich seine eigene Tochter in die Hände spielt. Verzweifelt schwört er Rache. Doch der geplante Mordanschlag mißlingt, denn Gilda ist dem Herzog verfallen und opfert ihr Leben für den Geliebten... Kein anderer Komponist hat eine so große künstlerische Entwicklung durchgemacht wie Giuseppe Verdi. An der immensen Schaffensbreite von "Oberto" bis "Falstaff" läßt sich die Operngeschichte des 19. Jahrhunderts exemplarisch verfolgen. Der Name Verdi wurde zum Synonym für italienische Oper. Er konnte in der Melodie alle menschlichen Gefühle darstellen, lockerte den starren Wechsel zwischen Szene und Arie, setzte die Singstimme wirkungsvoll ein und hatte ein Gespür für packende Dramatik. Sein Werk fasziniert die Touristen in der Arena von Verona ebenso wie die modernen Musiktheater-Regisseure, deren Aktualisierungen beweisen, wieviel Interpretationsarbeit ein gutes Kunstwerk verträgt. Der Musiker Verdi setzte neue Maßstäbe in der Oper, der Politiker Verdi engagierte sich für die Einheit und Unabhängigkeit seines Heimatlands; der Gefangenenchor aus "Nabucco" gilt als heimliche italienische Nationalhymne. Der Finanzier Verdi wußte aus seinem Talent Kapital zu schlagen, der Mäzen Verdi gründete in Mailand das berühmte Altersheim für Musiker. Und doch blieb er, wie er selbst sagte, ein Bauer, der sich auf seinem Landgut am wohlsten fühlte. Kein Wunder, daß eine Zeit lang fast kein Komponist an Verdi vorbeikam, wenn er sich auf das Gebiet der Oper wagte. "Verdisierung der Jungen" nannte Eduard Hanslick spöttisch diese Erscheinung, die erst mit Puccini, dem Verismo und der Wagner-Nachfolge ihr Ende fand.

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