Wagner, Das Rheingold

Von den Bayreuther Festspielen mit Daniel Barenboim, John Tomlinson, Linda Finnie, Matthias Hoelle, Philip Kang

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Beschreibung

Schon vor Beginn des Werks hat der machthungrige Wotan die Ordnung der Natur zerstört: Er schnitt aus der Weltesche seinen Speer als Signum seiner sich in Verträgen manifestierenden Macht. Wenn der Vorhang sich öffnet, erscheint der Nibelung Alberich, der den Rheintöchtern das Gold raubt und um seinetwillen der Liebe entsagt. Wotan und sein Götter-Clan brauchen das Gold. Sie müssen die Riesen Fasolt und Fafner entlohnen, die ihnen die Götterburg Walhall bauten und als Pfand Göttin Freia entführten. Feuergott Loge steigt mit Wotan hinab nach Nibelheim, wo Mime für Alberich Ring und Tarnkappe aus dem Goldschatz schmiedete. Wotan beraubt Alberich, der den Ring verflucht. Er löst Freia mit dem Schatz aus. Beim Streit um den Ring erschlägt Fafner Fasolt. Die Götter ziehen in Walhall ein. Dirigent Daniel Barenboim, Regisseur Harry Kupfer, Bühnenbildner Hans Schavernoch und Kostümbildner Reinhard Heinrich traten 1988 in Bayreuth an, um ihre Vision von Wagners "Ring" zu realisieren. Sie wandten sich konsequent ab von der Entstehungszeit des Werks und konzipierten ihre Inszenierung als "Kritik an der Menschheitsgeschichte, an der gesamten Kulturentwicklung, an deren Ende wir kräftig mitwirken" (Kupfer). Das Kupfer-Team siedelte Wagners in der germanischen Mythologie verwurzelte "Kritik an der Vernichtungswut des Menschen, an Lieblosigkeit und Entfremdung" (Kupfer) in einer Gegenwart an, die zugleich Vergangenheit und Zukunft birgt. Der Raum für diese Vorzeitigkeit, Gleichzeitigkeit und Nachzeitigkeit ist die "Straße der Geschichte", auf der sich Machtkämpfe und Liebesnöte ereignen, und die uns unmittelbar in die Tiefe der menschlichen Seele führt. "Es wird unter Barenboim exquisit musiziert. Zumal die Erzählkraft des Rheingold, die Schilderungen des überirdischen wie des unterirdischen Geschehens laufen mit hoher musikalischer Bildkraft in faszinierender Vielfarbigkeit ab... Alle Rollen sind wieder charakterscharf besetzt." (Die Welt) "Harry Kupfer und die Protagonisten brachten die Geschichte so hautnah an das Publikum heran, wie es eine Oper überhaupt nur tun kann." (Münchner Merkur) "Mit bewundernswerter Strenge der Ausdrucksmittel im Ring schafft er sich eine Möglichkeit, dessen Gestaltenfülle exemplarisch zu präsentieren und die Grundfragen des 20. Jahrhunderts ohne plakative Einseitigkeit zu verdeutlichen." (Stuttgarter Nachrichten) "Man spürt es schon jetzt: Der Abschied wird ein schwerer sein. Harry Kupfers Inszenierung von Richard Wagners Ring des Nibelungen hat über die Jahre hinweg keineswegs an Aussagekraft verloren... Das Zusammentreffen von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist mehr als eine Vision. Nach Rheingold und Walküre steht unzweifelhaft fest, daß Harry Kupfer nach Patrice Chéreau die vielleicht bedeutsamste Deutung des Mammutdramas vorgelegt hat." (Westdeutsche Allgemeine) "Harry Kupfers Ring-Inszenierung, intellektuell fundiert, komödiantisch inspiriert, psychologisch motiviert, avancierte nach Wieland Wagner und Patrice Chéreau zur dritten bedeutenden Interpretation in Neubayreuth. Allein diese drei Deutungen offenbaren die Vielfalt der szenischen Möglichkeiten; sie öffnen exemplarisch das weiteste Spektrum im Stilpluralismus des heutigen Musiktheaters..." (Kölner Stadt-Anzeiger) "Kupfer hat dem Wagner Dinge abgelauscht, die der sich vielleicht nicht einmal hatte vorstellen können." (Der Spiegel) "Kupfer befreit uns, wenn nicht ständig, so doch in markanten Szenen von unserem Überich, indem er uns in die Geschichte vom Ring des Nibelungen verstrickt. Die Frage, was dieser alte Mythos heute noch bedeute, braucht sich in Bayreuth kein Sänger, der von seiner Kunst lebt, zu stellen, und im Grunde auch kein Hörer." (FAZ) "So kann sich Bayreuth, sehr zum Grimm seiner Uralt-Wagneri aner, einer apokalyptischen Ring-Deutung für die ökologiebewußten späten achtziger Jahre rühmen: Technikdämmerung statt Götterdämmerung." (Profil, Wien) "Seit dem Einstieg 1988 dauert die Detailarbeit an diesem Ring an, und sie hat in der Werkstatt Bayreuth dazu gedient, die Qualität der Aufführung an die Grenzen des Erreichbaren zu bringen." (Der Tagesspiegel, Berlin)

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