Wagner, Die Walküre

Von den Bayreuther Festspielen mit Pierre Boulez, Donald McIntyre, Hanna Schwarz, Peter Hofmann, Jeannine Altmeyer

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Beschreibung

Ö1-Tipp: Viele Produktionen von Richard Wagners monumentalem Zyklus „Der Ring des Nibelungen“ mit unterschiedlichsten interpretatorischen Ansätzen sind in den vergangenen Jahrzehnten über die Bühnen der Welt gegangen, kaum eine dieser mal mehr, mal weniger geglückten Neudeutungen ist aber derart in die Aufführungsgeschichte eingegangen wie die „Ring“-Produktion 1976 bei den Bayreuther Festspielen. Damals, vor 40 Jahren, hat man das 100jährige Bestehen des Festivals gefeiert, gleichzeitig auch den 100. Jahrestag der ersten kompletten zyklischen „Ring“-Aufführung – und hatte für dieses besondere Ereignis erstmals die Inszenierung außerhalb der Wagner-Familie vergeben. Nach jeweils zwei „Ring“-Produktionen in der Regie der Wagner-Enkel Wieland und Wolfgang in den Bayreuther Nachkriegsjahren, hatte man für die Jubiläums-Produktion den 31-jährigen Film- und Schauspielregisseur Patrice Chéreau engagiert. Seine radikale Deutung des „Rings“ (angesiedelt in der Zeit der Frühindustrialisierung) als Parabel auf die Umbrüche des 19. Jahrhunderts, als „eine Beschreibung der Perversion der Gesellschaft, die sich in der Erhaltung der Macht begründet“ (Eigenzitat Chéreau) ist zuerst vehement abgelehnt worden, um dann (bis 1980) dank der starken Bildsprache, der Stringenz der Produktion und der Intensität der Aufführungen immer mehr gefeiert zu werden. Als „Jahrhundert-Ring“ ist diese Produktion in die Musikgeschichte eingegangen. Die Brünnhilde des Chéreau-„Rings“ war die walisische Sopranistin Gwyneth Jones; vom jugendlich-dramatischen Repertoire hatte sie sich ins schwerere Fach weiterentwickelt – und galt spätestens seit dieser Bayreuther „Ring“-Produktion als die führende Hochdramatische Sopranistin ihrer Zeit. „Ich habe keine Worte, um diese fünf Jahre zu beschreiben“, hatte nach der letzten Aufführung Regisseur Patrice Chéreau gesagt. „Das war eines der wichtigsten Erlebnisse meines Lebens, mit Dir, Gwyneth, arbeiten zu können. Du warst der Stein, auf dem ich meinen Ring gebaut habe. Das werde ich nicht vergessen.“ Dame Gwyneth Jones hat in diesem Monat ihren 80. Geburtstag gefeiert. (Michael Blees, Ö1 Opernredaktion)

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