Wagner, Rienzi

Aus der Deutschen Oper Berlin mit Sebastian Lang-Lessing, Torsten Kerl, Camilla Nylund, Kate Aldrich, Ante Jerkunica

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Beschreibung

In seinem Frühwerk "Rienzi" erzählt Richard Wagner die Geschichte eines römischen Volkshelden, der mit seinen Plänen eines "neuen Volkes" an die vergangene Größe der Stadt anknüpfen will. Zunächst findet er begeisterte Zustimmung, doch als die Umsetzung seiner Utopie immer größere Gewalt auslöst, wird der als Erlöser gepriesene Tribun als Verräter fallengelassen; das Volk will ihn lynchen... Das Libretto verfaßte Wagner selbst nach dem Roman "Rienzi, The Last of the Roman Tribunes" von Edward Bulwer-Lytton (1803-1873). Diese Erzählung vom Aufstieg und Fall des Tribunen hat Wagner mit einer erotischen Dreiecksgeschichte verknüpft. Regisseur Philipp Stölzl ("Nordwand", "Goethe!", "Der Medicus") sieht die Handlung als Parabel über Diktaturen des 20. Jahrhunderts und beschreibt die Karriere eines charismatischen Politikers; er zeigt das Entstehen, Funktionieren und Scheitern von Diktatur als Alptraum von der Schwäche und Gewaltbereitschaft der Menschen auf ihrem Weg in eine fragwürdige Utopie. "Wir hören Richard Wagners wunderbare Rienzi-Ouvertüre, Eröffnungsmusik der NSDAP-Reichsparteitage wie auch Erkennungsmusik von Spiegel-TV, und blicken mit einer Gestalt, von der zuerst nur eine Hand über den Rand des Chefsessels ragt, auf ein gewaltiges Panoramafenster: beschneite Alpen Marke Obersalzberg. Nur ist Hitlers Hochsitz hier eine imperiale Staatskanzlei, die Bergwelt flimmert wie eine Videoinstallation der Achtziger, und der Mann im Sessel, weiß uniformiert, ist fett wie Göring und wendig wie ein Affe." (Die Zeit) "Virtuos nutzt Stölzl Videoeinspielungen im Stil der Wochenschau oder des public viewing von Rienzis sehenswerter diktatorischer Gestik. Ab dem dritten Akt bewegt sich Rienzi nur noch in seinem Bunker, abseits seiner nurmehr vor der Kamera gehaltenen Reden ist er ein zitterndes Wrack, und wenn er sich nicht mit seinen Offizieren über Landkarten beugt, spielt er mit den Architekturmodellen seiner zukünftigen Hauptstadt." (Berliner Zeitung) "Sebastian Lang-Lessing gibt im Orchestergraben Vollgas. Mit vollem instrumentalem Aufwand und noch größerem durch den fabelhaften, annähernd hundertstimmigen Chor peitscht er sich durch das Werk." (Berliner Morgenpost)

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