Wagner, Tannhäuser

Von den Bayreuther Festspielen mit Colin Davis, Gwyneth Jones, Spas Wenkoff, Bernd Weikl, Hans Sotin

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Beschreibung

Mit dem "Tannhäuser" in der Inszenierung von Götz Friedrich wurde 1978 erstmals ein Werk Richard Wagners komplett aus Bayreuth fürs Fernsehen aufgezeichnet. Friedrich deutet den Minnesänger als einen künstlerischen Individualisten - ähnlich Wagner selbst -, der sich von seinen Zeitgenossen mißverstanden fühlt, die ihm sein Recht auf Selbstverwirklichung verweigern wollen. Er kehrt der festgefahrenen, bedrückenden Gesellschaft den Rücken und zieht sich in die Welt seiner Träume zurück. Während andere Inszenierungen den Minnesänger am Hofe der Venus zeigen, sind es bei Götz Friedrich die Klänge von Tannhäusers Harfe, die die Vorstellung eines imaginären Venusbergs auslösen. Tannhäuser entdeckt, daß eine Gesellschaft, in der alles erlaubt ist, auch einengen kann. Er kehrt zur Realität zurück, kann aber nicht nach Hause und muß den Spott seiner Mitmenschen über sich ergehen lassen. Seine einzige Befürworterin ist Elisabeth, die in dieser Inszenierung von der gleichen Sängerin verkörpert wird, die auch die Venus singt - die zwei Seiten des ewig Weiblichen. Elisabeth betet für ihren eigenen Tod, damit die Seele Tannhäusers den engen Grenzen dieser Welt entfliehen kann und die Ruhe in einer Welt findet, in der Tannhäusers Genie geschätzt wird. "A history-making event for opera buffs" (New York Daily News). "Une excellente introduction ŕ une nouvelle approche de l'univers wagnérien" (Le Quotidien de Paris). Tannhäuser befindet sich im Venusberg, sehnt sich aber zurück zur Erde. Mit einem Preis- und Danklied versucht er, die Göttin der Liebe zu bewegen, ihn ziehen zu lassen. Weder Liebeszauber noch Fluch vermögen ihn weiterhin zu fesseln. Bei seinen Worten "Mein Heil ruht in Maria" versinkt der Venusberg. Frühling am Fuße der Wartburg. Der Landgraf mit seinem Gefolge findet den einstigen Ritter und Minnesänger Tannhäuser. Freudig wird er im Kreise begrüßt. Voll Sehnsucht hat Elisabeth seiner geharrt. In der Sängerhalle auf der Wartburg gesteht Elisabeth Tannhäuser ihre große Liebe. Vor dem Landgrafen und vielen Gästen sollen die Sänger im Wettkampf das Wesen der Liebe ergründen. Wolfram, Walter und Biterolf werden von Tannhäuser unterbrochen, der schließlich in glühender Leidenschaft die Göttin der Liebe preist. Voller Bestürzung erkennt man, daß er im Venusberg geweilt hat. Verbannung ist sein Los. Pilgern, die nach Rom ziehen, schließt er sich an. Inzwischen ist es Herbst geworden. Elisabeth fleht vor dem Marienbilde um die Erlösung Tannhäusers. Die Pilger kommen von ihrer Bußfahrt zurück, doch ohne Tannhäuser. Elisabeth ist dem Tode nahe. In tiefer Ergriffenheit bleibt Wolfram allein zurück und entdeckt schließlich den völlig zerknirschten Tannhäuser. Der Papst hat ihn verflucht. Erlösung sei ihm nur dann beschieden, wenn der Stab des Papstes wieder zu grünen anfange. Tannhäuser ist entschlossen, für immer zu Venus zurückzukehren. Doch der Name Elisabeth bringt ihn zur Besinnung. Ein Trauerzug kommt von der Wartburg mit der toten Elisabeth. Tannhäuser sinkt an ihrem Sarg nieder und stirbt mit den Worten "Heilige Elisabeth, bitte für mich". Pilger kommen und tragen den ergrünten Stab. Erlösung und Gnade sind Tannhäuser durch die Liebe einer Frau zuteil geworden.

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