Weber, Der Freischütz

Aus der Semperoper Dresden mit Carl Maria von Weber, Christian Thielemann, Staatskapelle Dresden, Sara Jakubiak, Axel Köhler

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Beschreibung

Am Pult der Staatskapelle statuierte der Dirigent ein Exempel: Wer deutsche Romantik ernst nimmt, scheitert auch nicht an ihr. Regisseur Axel Köhler hielt mit. 03.05.2015 von Wilhelm Sinkovicz (Die Presse) Deutsche Romantik geht nicht mehr. So scheint es zumindest. Wie ein Fluch lasten die Bürden der jüngeren Geschichte auf der Kunst einer ganzen Epoche. Die Regisseurszunft in ihrer Überheblichkeit gibt vor lauter Kommentaren und Fußnoten den Blick auf das Stück nicht mehr frei. Bejubelnswert deshalb die jüngste Neuinszenierung der Dresdner Semperoper: Da haben Regisseur Axel Köhler und Dirigent Christian Thielemann sich nicht um die alles relativierende Etikette der jüngeren Interpretations-Geschichte geschert, sondern Libretto und Partitur bei Wort und Note genommen: Eine ernsthafte, musikalisch sogar große Umsetzung ist da gelungen. Sie kam der Ehrenrettung eines der bedeutendsten deutschen Musiktheater-Werke gleich. Sensiblen Hörern dürfte das mit den ersten Takten der Ouvertüre klar geworden sein. Die Staatskapelle und Thielemann realisieren Interpretationskunst auf dem allerhöchstem Niveau; auf dem Seil, ohne Netz, sozusagen. Man erlauscht miteinander, was zwischen den Zeilen steht, man ergründet, was Klänge meinen, setzt nicht brav und feinsäuberlich Phrase neben Phrase. Man übt sich in der längst vergessen geglaubten Kunst dynamischer und – vor allem – tempomäßiger Kontrastwirkungen.
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