Weinberg, Die Passagierin

Von den Bregenzer Festspielen mit Teodor Currentzis, Elena Kelessidi, Artur Rucinski, Talia Or, Roberto Saccà

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Beschreibung

Es war die meistbeachtete Produktion des Festspielsommers 2010: Intendant und Regisseur David Pountney brachte bei den Bregenzer Festspielen den Komponisten Mieczyslaw Weinberg (1919-1996) und dessen Oper "Die Passagierin" wieder ins allgemeine Interesse. Geboren 1919 als Kind jüdisch-polnischer Eltern in Warschau, floh Weinberg beim deutschen Überfall auf Polen 1939 in die Sowjetunion; seine Eltern und seine Schwester wurden von den Nazis getötet. Mit seiner Musik wollte Weinberg an das Schicksal der ermordeten Juden erinnern. Sein Oeuvre umfaßt 22 Symphonien, 17 Streichquartette, Sonaten, Opern, Ballette, Operetten und Filmmusik. Dmitri Schostakowitsch förderte den 14 Jahre jüngeren Komponisten - und dennoch stand Weinberg im Schatten des großen Meisters. Erst 2010, mit der szenischen Erstaufführung von Mieczyslaw Weinbergs Oper "Die Passagierin" und der Vorstellung anderer Werke Weinbergs im Rahmen der Bregenzer Festspiele, wurde Weinberg als einer der wichtigsten Komponisten der Sowjetunion wiederentdeckt. Das Libretto der "Passagierin" nach dem gleichnamigen Roman der polnischen Auschwitz-Überlebenden Zofia Posmysz erzählt, wie die deutsche Diplomatengattin Lisa auf der Schiffsreise mit ihrem Mann nach Brasilien von ihrer Vergangenheit als Aufseherin im KZ Auschwitz eingeholt wird. Die polnische Gefangene Martha, deren Liebe zum Mitgefangenen Tadeusz als zweiter Strang thematisiert wird, hat das Martyrium überlebt und zwingt allein durch ihre stumme Präsenz Lisa dazu, sich in Rückblenden mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. "Großartig, ergreifend - triumphal wiederentdeckt" (FAZ).

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